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Ich liebe Lebkuchen! Leicht zu backen und klassisch weihnachtlich! Und das Wichtigste – sie werden immer leckerer, sollten sie es schaffen, den nächsten Tag zu überstehen! Die perfekte Deko zum Aufessen… Normalerweise hängen wir sie uns gerne liebevoll verziert in den Baum, so soll es auch dieses Jahr wieder sein. Ich stelle schonmal alle Zutaten bereit, damit meine Flocke und ich gleich loslegen können. Papa kümmert sich schmollend (er würde eigentlich lieber an unseren diversen Baustellen werkeln) um den Kleinen. Dem Backvergnügen scheint also nichts mehr im Wege zu stehen, denke ich gerade, als – AUTSCH!! Ein spitzes Filly-Ohr drückt sich mit Macht von unten in meine Fußsohle. Mein aufs idyllisch-weihnachtliche Lebkuchenbacken gerichteter Tunnelblick wird schmerzhaft geweitet, als ich dem Chaos auf dem Fußboden begegne. Vor dem Beginn des Backvergnügens muss definitiv noch aufgeräumt werden. Und zwar nicht von mir! Etwas hinterrücks frage ich meine Tochter, ob sie denn jetzt gerne mit mir backen möchte. Mit strahlenden Augen springt sie auf und schreit „jaaaaaaa!“. Prompt packt mich das schlechte Gewissen, trotzdem folge ich meinem Plan und sage ihr, dass sie aber zuerst die Sachen vom Fußboden wegräumen müsse. Das kleine Mündchen legt sich in schmollende Wellen, die strahlenden Augen verengen sich, sie starrt mich böse an, stemmt die Hände in die Hüften und sagt: NÖ. NÖ!! Oh man, ich freue mich schon auf die Teenie-Zeit… Ich locke, drängle, erinnere an die Plätzchen, sie stampft, schreit, bricht in Tränen aus. Super Stimmung. Dann habe ich genug. So leid es mir tut, dann backe ich halt alleine. Unbeeindruckt schreitet sie von dannen und lässt sich an ihrem Maltisch nieder.

Na gut, dann halt keine liebevoll verzierten Baumanhänger, um das Aufräumen kommt sie trotzdem nicht herum. Ich entscheide mich für einen Versuch – ein Windlicht aus Lebkuchen. Ob der Teig sich nach dem Backen noch rollen lässt?! Ich versuche es mit einem langen Rechteck und einem Kreis für den Boden. Damit Licht hindurchfällt, steche ich kleine Herzchen aus. Sieht jetzt schon ganz niedlich aus… Aber falls es nicht funktioniert, ärgere ich mich bestimmt, also brauche ich Plan B. Der beinhaltet vier Rechtecke mit jeweils einem Herzchen darin und einem Quadrat als Bodenplatte. Da noch einiges an Teig übrig ist, steche ich noch Buchstaben und doch ein paar Tannenbäume und Lebkuchenmännchen für den Christbaum aus. Ab in den Ofen damit. Hhmm, das riecht lecker… Als die Uhr piepst, öffne ich erwartungsvoll die Ofentür. Etwas entgeistert blicke ich auf die braune Platte, die auf dem Blech zu liegen scheint. Neues Rezept… der Teig geht geringfügig mehr auf, als ich es gewohnt bin. Mal sehen ob noch etwas zu retten ist. Ich schneide schnell die Ränder der Formen nach, es scheint zu klappen. Puhhh. Oh nein, dabei habe ich ganz vergessen, die Platte zu rollen, ich versuche es noch, doch sie bricht. Grmpf. Na gut, dann versuche ich es mit den Rechtecken, schneide die nutzlos gewordene Platte in Rauten und setze die Buchstaben darauf. Am Ende bin ich doch ganz zufrieden mit Plan B und werde für einen neuen Versuch mal das alte Rezept heraussuchen…

BildFröhliches Backen,

eure Nina

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