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UNGLAUBLICH!! Meine kleine Maus ist schon 4 (!!!) Jahre alt. Manch einer von Euch mit pubertierendem Teenie oder gar erwachsenen Kindern wird da müde lächeln, aber für mich ist es einfach unglaublich. Wie schnell dieses kleine Mädchen groß geworden ist. Vor ein paar Tagen erst habe ich beim Sortieren von Photos einige alte Videos angeschaut – danke für Handys mit Kamerafunktion! Wie süß und klein sie war, ich habe mich gar nicht satt sehen können, habe gelacht und zwischendurch auch ein bisschen geheult und bin erst irgendwann nach zwei mit dicken Augen ins Bett gekrochen.

Naja. Jedenfalls wollte sie einen besonderen Geburtstag feiern. Ein Feenfest sollte es werden. Ach nein, doch lieber was mit Rittern, entschied sie einige Tage später. Dann – Ballerina! Mit Tutu und allem! Kurz bevor ich dann mit ihr die Einladungen fertig machen wollte und schon diverse Spiele und Dekorationsideen geplant hatte, fiel ihr dann ein, dass sie doch lieber einen Piratengeburtstag hätte. Aber nicht irgendeinen, für den die Mama die Dekoration beim freundlichen Spielwarenhändler um die Ecke kaufen kann. Nein, wieso auch. Pinke Piraten sollten es werden (ja, ok, meine Schuld, ich hatte ein dementsprechendes Buch mitgebracht)! Ich habe zwar etwas mit den Augen gerollt, aber nur innerlich. Es ist ja eine süße Idee! Das mit dem Dekoration kaufen hatte sich allerdings dann auch erledigt…

BildOptimistisch wie ich bin, hab ich trotzdem nach passender Deko gesucht und siehe da! Es gab tatsächlich eine pinkfarbene Piratenflagge im Internet zu kaufen. Den Papagei am Stiel hatte das Spielwarengeschäft und der Rest musste dann in Eigenregie angefertigt werden.

IMG_2858IMG_2861Als Wanddeko haben wir eine Wimpelkette aus Tonpapier gebastelt, auf die kleine Streudeko Piraten geklebt wurden. Der Tisch wurde mit einer pinkfarbenen Plastiktischdecke bestückt, auf der ein Meer aus blauem Müllsack entstand. Damit das an den Rändern nicht so ausgefranst aussah, habe ich Muscheln entlang der Übergänge dekoriert. Darauf fuhren dann die Muffin-Einmaster unter vollen Segeln, bestehend aus einem Holzspieß und in Form geschnittenem Tonpapier. Bevölkert wurde das Meer noch von kleinen Fischlis, die von der hungrigen Crew nebenbei verzehrt werden konnten. Die Totenköpfe auf den Tellern wurden mit einer dicken, pinkfarbenen Schleife aufgehübscht, die aus einer Serviette in einem silbernen Serviettenring bestand. Die Strohhalme mitsamt Piratendeko gab es in schwarz zu kaufen, ich habe nur die schwarzen Halme durch pinke ersetzt. Als Kuchen gab es einen einfachen Schokorührkuchen. Davon wurde das obere Drittel abgeschnitten, das Ganze mit diversen ‚Juwelen‘ bestückt und der Deckel wieder aufgelegt.

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Nun konnten die Kinder kommen. Zu Begrüßung gab es ein Bandana für jeden, auf das ein kleines pinkfarbenes Symbol genäht war. Für die Bandanas habe ich einfach ein großes Tuch in breite Streifen geschnitten und die Ränder mit pinkfarbenem Garn abgenäht. Die obligatorische Augenklappe wurde jedem kleinen Gast beim Eintreffen aufgemalt, damit sie beim Spielen nicht stört, ebenso wie die furchterregende Narbe auf der Wange.

IMG_2853Nach dem Vertilgen des Kuchens konnte die Schatzsuche beginnen. Dafür mussten die Piraten zunächst das Schiff über eine Planke besteigen (Über Holzbalken balancieren, darunter aufgerissender blauer Müllsack mit Fischen aus dem Angelspiel). Leider wurden sie dabei von fiesen Haien angegriffen und haben eine Hand verloren, so dass als nächstes ein Haken gebastelt werden musste. Dafür benötigt man einen (pinken) Pappbecher, der oben kreuzweise eingeschnitten wird, einen Strohhalm und jede Menge Alufolie. Der Strohhalm wird mit der Alufolie umwickelt und jede Lage wird fest angedrückt. Wenn das silberne Gebilde dick genug ist, wird es oben zum Haken geformt, der untere Teil wird durch den Einschnitt in den Becher geschoben. Das Kind kann nun seine Hand in den Becher stecken und den Alustab umfassen. Fertig. Das Highlight der Party!

Mit Hilfe dieses Hakens konnten die kleinen Piraten nun bereits den ersten Teil des Schatzes einsammeln, der beim Verstecken der Schatzkiste verlorengegangen war. Es handelte sich um eine Schüssel mit essbaren Ketten, zu der die Kinder einen Parcours durchqueren mussten. Beim Schatz angekommen, durften sie sich mit dem Haken eine der Ketten aus der Schüssel angeln.

Dann war der Rest des Schatzes aber immer noch nicht in Sicht, so dass als nächstes ein Fernrohr gebastelt wurde. Dazu benötigt man genügend Papprohre (am besten die aus der Alufolie, die aus der Küchenrolle sind auch ok, allerdings nicht so stabil), Klebe, Wachsmalstifte, Transparent- und Backpapier und ein Bügeleisen. Die Kinder können das Transparentpapier mit den Wachsmalern bunt bemalen, dann wird Backpapier darüber gelegt und das Ganze gebügelt. Dadurch verlaufen die Wachsmalfarben (Achtung, vorher ausprobieren, mit den günstigen Malern klappt es manchmal nicht!). Das bunte Papier kann jetzt um die Rollen geklebt werden, wer mag, kann noch je ein Loch oben und unten in die Rolle bohren und eine Schnur durchziehen. Weniger aufwendig ist einfach die Rollen direkt mit bemaltem (Ton-)Papier bekleben.

Mit dem Fernrohr ging es dann weiter auf der Schatzsuche; die Kinder bekamen den ersten Teil einer Schatzkarte, durch den sie den zweiten und durch den wiederum den dritten finden konnten. Die Karte verwies dann auf den Sandkasten, in dem eine Schatzkiste verbuddelt war. Dort drin fanden die Kinder dann ihre Give-aways: Schoko-Goldtaler, Juwelen Flummis, silberne Ketten (aus Perlenband), Schokoperlen und kleine Goldbarren aus Pappe, in denen noch eine kleine Überraschung versteckt war.

IMG_2859 IMG_2794IMG_2860Zum Abendessen gab es dann ein Fischstäbchen-Floß auf dem Nudelmeer. Das Floß war mit einer Piratenflagge bestückt und hatte Gold (Mais) geladen. Im Meer schwamm noch ein Fisch (wie Fischstäbchen, TK).

IMG_2862Die Kinder hatten sehr viel Spaß, es gab keinen Streit, alle waren mit Eifer bei der Sache und trugen stolz ihre Schätze heim.

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