Kennt ihr eigentlich die wundervolle Idee von „Post aus meiner Küche“? Bei dieser tollen Aktion bekommt man einen Tauschpartner zugewiesen, mit dem Selbstgemachtes per Post ausgetauscht wird. Ich bin vor einiger Zeit zufällig darauf gestoßen, allerdings leider zu einem Zeitpunkt, zu dem die Anmeldefrist der aktuellen Runde gerade abgelaufen war. Ich wurde natürlich sofort zum ‚Follower‘, um ja den Beginn der nächsten Runde nicht zu verpassen! Für diejenigen unter Euch, die davon noch nicht gehört haben, empfehle ich aber dringend, den unten stehenden Link zu nutzen, zumal die nächste Runde jetzt startet;)

http://www.postausmeinerkueche.de/idee-2/

Ich bekam eine Tauschpartnerin in einer benachbarten Stadt zugelost, so dass wir nach einem netten Austausch von Emails beschlossen, uns unsere Leckereien nicht zuzuschicken, sondern persönlich vorbei zu bringen! Das vereinfacht übrigens auch die Auswahl der Köstlichkeiten, da sie nicht zwingend geeignet sein müssen, den liebevollen Transport unserer deutschen Post zu überstehen;) Allerdings tat ich mich dann etwas schwer, was ich denn nun mitbringen sollte. Nach langem Hin und Her – süß oder salzig, Kuchen oder Kekse, Marmelade oder Likör, usw. – entschied ich mich für grüne Apfelmarmelade mit Basilikum, holländische Waffelkekse nach einem fabelhaften Rezept von Annik Wecker und ein geschichtetes Dessert mit Karamellsahne im Einmachglas. Dazu noch die Möhrentarte mit Ziegenfrischkäse, das entsprechende Bild mit passendem Rezept könnt ihr in einem früheren Eintrag finden (https://emmanitja.wordpress.com/2013/07/08/6/) .

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Die grüne Apfelmarmelade hatte ich vorher noch nie gemacht, aber die Kombination mit Basilikum wollte ich einfach mal ausprobieren. Falls ihr dass auch mal versuchen wollt, hier der Weg dazu:

1 Pckg Gelierzucker 3:1

1,5 Kg grüne Äpfel (z.B. Granny Smith, entkernt gewogen)

1 Bd frisches Basilikum

2-3 EL grüner Apfelsirup

Zitronensaft nach Geschmack

Äpfel gründlich waschen, vierteln, Kerngehäuse herausschneiden und das Fruchtfleisch klein schneiden (inkl. Schale!). 1,5 kg abwiegen, mit Sirup und Gelierzucker in einem Topf vermischen. Unter Rühren aufkochen, Basilikum als Bund hinzufügen und ca. 5 min sprudelnd kochen lassen. Basilikum entfernen, Masse pürieren. Zitronensaft nach Geschmack hinzufügen, kurz abwarten, bis die Marmelade wieder köchelt, Gelierprobe* machen und in zuvor heiß ausgespülte, trockene Gläser füllen. Das Ganze ergibt eine frische, fruchtige und nicht zu süße Marmelade. Wer es lieber etwas süßer mag, sollte statt dessen 1:1 Gelierzucker mit 1 kg Früchten verwenden.

*Gelierprobe: etwas von der heißen Marmelade auf einen Teller geben, kurz abwarten und dann durch Kippen des Tellers feststellen, ob die Masse ausreichend geliert. Wenn die Marmelade noch zu flüssig ist, weiter kochen lassen oder eine Gelierhilfe hinzufügen.

Das karamellsahnige Schichtdessert im Glas ist eigentlich durch einen Zufall entstanden. Ursprünglich wollte es mal eine fruchtige Charlotte werden, aber dann hatte ich einen kleinen Gelatine-Unfall (mit der stehe ich irgendwie auf Kriegsfuß), so dass ich in einem verzweifelten Rettungsversuch ein Dessert kreiert habe. Mein Mann fand es dann auch so lecker, dass er den ganzen Inhalt des Glases auf einmal aufgegessen hat und das war ziemlich viel! Ihr braucht dazu:

150g Zucker

600ml Sahne

250g rote Johannisbeeren (+Deko)

250g Pfirsiche (ich empfehle Weinbergpfirsiche)

300g Löffelbiskuits

50g Butter

etwas Grand Marnier

und keine Gelatine!! 🙂

Den Zucker zu Karamell schmelzen, Sahne zugeben und unter Rühren köcheln, bis der Zucker komplett aufgelöst ist. Abkühlen lassen und für 3-4 Stunden in den Kühlschrank stellen. Johannisbeeren abstreifen, Pfirsiche häuten (am besten dazu kurz blanchieren) und klein würfeln. Löffelbiskuits zerkrümeln (auch hier eignet sich wieder die Methode mit Gefrierbeutel und Spielzeughammer, vgl. Möhrentarte), Butter schmelzen und mit den Krümeln vermischen. Wer mag, kann hier auch noch kleine Nuß-, Mandel- oder Krokantstückchen unterrühren. Karamellsahne aufschlagen, Johannisbeeren und Pfirsiche unterheben. Nun kann die erste Schicht Krümelmasse in die Gläser gefüllt werden und mit ein paar Tropfen Grand Marnier getränkt werden. Darauf eine Schicht Sahne-Frucht-Mischung, dann wieder Krümel und Grand Marnier. Die Dicke der Schichten kann frei gewählt werden, die Sahneschicht sollte etwas dicker sein, als die der Krümelmasse. Mit Sahne abschließen und eine Rispe Beeren zur Dekoration obenauf legen, Glas verschließen.

Last but sowas von not least: die holländischen Waffelkekse. Diese kleinen Köstlichkeiten stammen aus dem wunderbaren Kochbuch „Geschenke aus meiner Küche“ von der ebenso wunderbaren Annik Wecker. Sie hat mir erlaubt, dieses tolle Rezept hier für Euch zu veröffentlichen, worüber ich mich sehr freue! Das Buch (ISBN 978 383 101 72 63) könnt ihr natürlich in der örtlichen (!) Buchhandlung eures Vertrauens bestellen, meine z. B. ist in Recklinghausen, heißt Lesezeichen und hat die Telefonnummer 02361-374301:)

Nun aber zu den Waffelkeksen. Sie sind etwas zeitaufwändiger in der Herstellung, aber es lohnt sich wirklich! Diese Leckerei würde auch ideal zu dem Remember Windlicht passen, sofern eures auch holländischen Ursprunges wäre!

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Viel Erfolg und guten Appetit!

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